SUBSAHARA-AFRIKA

EINE MENSCHENRECHTS-FILM-WATCHPARTY

Am Abend des 30. März 2021 nahmen Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten aus der gesamten Region Subsahara-Afrika an der von der Friedrich-Naumann-Stiftung veranstalteten virtuellen Nacht für Menschenrechtsfilme teil.

Die Watchparty mit Filmen über Freiheit und Menschenrechte

Gezeigt wurden fünf Kurzfilme zum Thema Menschenrechte, die zwischen 2018 und 2020 von FNF Afrika produziert wurden. In den einzelnen Filmen wurden verschiedene regional-relevante Themen behandelt, wie Menschenhandel, Korruption, Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten, Verletzungen von LGBT+-Personen und Gewalt gegen Frauen durch Männer.

Ursprünglich als physische Veranstaltung musste 2021 auch die Filmvorführung aufgrund der COVID-19-Pandemie digital stattfinden. Die digitale Watch-Party wurde dann bewusst nicht als eine „sitzen, Popcorn essen und schockiert sein"-Vorführung konzipiert, sondern auf die Partizipation der Zuschauerinnen und Zuschauer ausgerichtet. Diese hatten die Möglichkeit, digital kurze Kritiken zu den einzelnen Filmen abzugeben. Außerdem konnten die Aktivistinnen und Aktivisten ihre jeweiligen Erfahrungen aus ihren Ländern zum Thema Menschenrechte mitteilen.

„Das war eine großartige Initiative, die uns dazu brachte, einen Schritt zurückzutreten und Menschenrechtsverletzungen durch die Linse zu betrachten. Ich war beeindruckt davon, wie die Produzentinnen und Produzenten das Publikum aufforderten, die Menschenrechtsverletzungen kritisch zu analysieren", sagte Nokolo Mhluzani-Matshazi, ein Menschenrechtsaktivist aus Simbabwe.

Eine andere Aktivistin aus Tansania, Leah Mollel, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt, empfand die Filmvorführungen als „fantastisch", da die angesprochenen Themen auch ihre Erfahrungen in ihrer eigenen Gemeinschaft wiederspiegelten. „Wir sehen, welchen Beitrag technologische Entwicklung und die Schaffung eines neuen Bewusstseins leisten können, um als mächtiges Werkzeug zum Meschenrechtsschutz eingesetzt zu werden", fügte sie hinzu.

Das Erzählen von Geschichten wurde schon immer zur Sensibilisierung für den gesellschaftlichen Wandel eingesetzt. Es ist ein Instrument, das über Kulturen und persönliche Erfahrungen hinweg zu einem Kern vordringt, den wir als universelle Wahrheit über das Menschsein bezeichnen könnten. Um ein Bewusstsein für Menschenrechtsfragen zu schärfen, nutzen wir Filme als eine Kunstform. Wie keine andere ermöglicht sie, die Realitäten aufzuzeigen, mit denen viele Menschen täglich konfrontiert sind.


MEHR ÜBER DIE MENSCHENRECHTSARBEIT DER FRIEDRICH-NAUMANN-STIFTUNG FÜR DIE FREIHEIT FINDEN SIE AUF:

humanrights.freiheit.org