SÜDAFRIKA

AFRIKA FREIHEITSPREIS FÜR CHIMAMANDA NGOZIE ADICHIE – EINE LIBERALE FEMINISTIN

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zeichnete die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie mit dem Afrikanischen Freiheitspreis aus. In ihren preisgekrönten Werken thematisiert Adichie schonungslos die gesellschaftlichen Missstände und politischen Herausforderungen unserer Zeit. Als eine der wichtigsten intellektuellen Vorkämpferinnen für Frauenrechte inspiriert sie Menschen auf der ganzen Welt in ihrem Streben nach Freiheit.

Was wäre, wenn wir die Messlatte für Männer höher legen würden? Chimamanda Ngozi Adichies in ihrer Rede bei der Verleihung des Africa Freedom Prize

„Chimamanda Ngozi Adichie ist die lang vermisste, undogmatische Stimme des liberalen Feminismus im 21. Jahrhundert. Sie steht für den Erfolg und das Selbstverständnis einer neuen Generation afrikanischer Schriftstellerinnen, die sich zunehmend auf der literarischen Weltbühne Gehör verschaffen. Mit ihrem Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung der Frauen trägt Adichie zur Festigung liberaler Werte und Ziele bei - nicht nur in Afrika, sondern weltweit", begründet Professor Karl-Heinz Paqué, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die Entscheidung der Jury. Als Preisträgerin hat Chimamanda Ngozi Adichie die Rede „What if we raise the bar for men?" gehalten. Darin attackierte sie die in der Gesellschaft verbreitete falsche Scham, die junge Mädchen lehrt, ihre Körper selbst abzuwerten, und Jungen, keine Schwäche zu zeigen. Gemeinsam mit der Gastgeberin der Veranstaltung, der südafrikanischen Journalistin Redi Tlhabi, erörterte Adichie die Frage, wie toxische Männlichkeit im westlichen politischen Raum ihr wahres Gesicht zeigt, wie die Sprache der Kultur und Traditionen die weibliche Anatomie untergraben und warum sich afrikanische Politiker oft für stille Diplomatie entscheiden, wenn die Gesellschaften in bestimmten Ländern Veränderungen fordert. „Männer können es besser machen, und wir als Gesellschaft müssen von Männern erwarten, dass sie es besser machen. Wenn wir also von GBV (geschlechtsspezifische Gewalt) sprechen, sollten wir auch genau sagen, welche Gewalt heute in der Welt eine Epidemie ist. Es ist die Gewalt von Männern gegenüber Frauen. Wir sollten ehrlich und offen darüber sprechen. Wir sollten unsere Einstellung dazu ändern und Gesetze erlassen, die diese Gewalt streng bestrafen. Und wir sollten die Messlatte für Männer höher legen."

MEHR ÜBER DIE MENSCHENRECHTSARBEIT DER FRIEDRICH-NAUMANN-STIFTUNG FÜR DIE FREIHEIT FINDEN SIE AUF:

humanrights.freiheit.org