PAKISTAN

EINE STUDIE ÜBER DIE HERAUSFORDERUNGEN FÜR FRAUEN IN PARLAMENTEN

Pakistan ist verfassungsmäßig verpflichtet, für eine 33%ige Repräsentanz von Frauen in den jeweiligen Versammlungen zu sorgen. Dennoch wird die Beteiligung von Frauen nicht aktiv gefördert und ihre Stimmen werden bei der politischen Entscheidungsfindung marginalisiert.

Leitende Forscherin und Moderatorin in Aktion.

Im Jahr 2020 arbeiteten FNF Pakistan und die pakistanische Menschenrechtskommission für eine Forschungsstudie zusammen, in der die aktuellen Herausforderungen für die politische Beteiligung von weiblichen Abgeordneten analysiert wurden. In den zwei Jahren zuvor hatten weibliche Parlamentarierinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen in den meisten der untersuchten Kriterien weitaus besser abgeschnitten.

Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass weibliche Abgeordnete ihre parlamentarischen Verpflichtungen gewissenhaft wahrnehmen. Kulturelle Wertvorstellungen und Stereotype sind jedoch die größten Hindernisse, die nicht nur den Eintritt von Frauen in die Politik verhindern, sondern auch ihre Auftritte beeinträchtigen.

Frauen, die in der Politik tätig sind, werden von wichtigen Entscheidungspositionen in den Versammlungen und ihren Parteien ausgeschlossen. Medienberichterstattung, die sich auf diskriminierende Fragen zu ihrem Privatleben und nicht auf ihren beruflichen, politischen Beitrag konzentriert, wird zu einer großen Herausforderung, die weibliche Abgeordnete entmutigt und ihr Vertrauen erschüttert.

„Die Dinge entwickeln sich am besten für diejenigen, die das Beste aus sich machen.“

Shkila Naveed, eine Abgeordnete aus Belutschistan, forderte, dass Parlamentarierinnen in den Prozess der Haushaltserstellung, -überprüfung und -umsetzung einbezogen werden sollten, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Beteiligung von Frauen in den Mittelpunkt der politischen Entscheidungsfindung zu stellen. Ohne eine Verbesserung der politischen Kultur innerhalb der Parteien kann keine wirkungsvolle Beteiligung von Frauen erreicht und ihre politische Stimme nicht gestärkt werden, so Shkila Naveed. Alle politischen Parteien sollten frauenorientierte, integrative Arbeit in ihren Reihen fördern und unterstützen. Frauen sollten in politische Führungspositionen gelangen können und die Möglichkeit erhalten, in den Wahlen neben den für sie prozentual reservierten auch allgemeine Sitze zu gewinnen. Dies würde das Selbstvertrauen von Frauen stärken und viele weitere Frauen dazu inspirieren, die Politik als Beruf zu wählen.

Danksagung für die Change Maker durch die FNF-Projektleiterin Pakistan, Birgit Lamm.

MEHR ÜBER DIE MENSCHENRECHTSARBEIT DER FRIEDRICH-NAUMANN-STIFTUNG FÜR DIE FREIHEIT FINDEN SIE AUF:

humanrights.freiheit.org