LATEINAMERIKA

EIN BUCH ÜBER FREIHEIT UND VORURTEIL

Das Instituto Politico para la Libertad Peru hat in Zusammenarbeit mit dem FNF-Büro in Lima ein Buch veröffentlicht, das LGBTIQ+-Rechte in Lateinamerika aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Es beginnt mit den Überlegungen von Andrés Ricaurte in „Gestohlene Freiheiten: Die Herausforderungen des Schwulseins in Lateinamerika". Anhand seiner eigenen Erfahrungen analysiert der Autor die Herausforderungen, mit denen Schwule und Lesben in ihrem Alltag konfrontiert sind. Medien, insbesondere das Fernsehen, befördern noch immer Stereotype, die letztendlich gar zu einem Anstieg der Gewalt gegen homosexuelle Menschen geführt haben. José Benegas zeigt in seinem Beitrag, „Die Erschaffung des Unerwünschten", wie die Gesellschaft, die Religion und auch selbsternannte Verteidiger der allgemeinen Freiheit versuchen, ein Bild aufrechtzuerhalten, dass LGBTIQ+-Personen minderwertiger seien als heterosexuelle Menschen. Dies führt zu massiven benachteiligenden Konsequenzen in der Gesellschaft und der Politik und letztendlich dazu, dass LGBTIQ+-Personen an der gleichen Ausübung ihrer Rechte gehindert werden. Mit dem Artikel „Das Recht auf Geschlechtsidentität. Ein Weg der Freiheit" klärt Valentina Verbal über den vermeintlichen Widerspruch zwischen geschlechtlicher Identität und individueller Freiheit auf. Die Autorin widerlegt den verbreiteten Trugschluss, dass die rechtliche Anerkennung von geschlechtlicher Identität einen Angriff auf die individuelle Freiheit derjenigen darstellen würde, die anders denken. Felipe Schwember stellt in seinem Beitrag fest, dass der „Queer-Liberalismus" den Liberalismus in seinem individuellen Freiheitsbekenntnis ergänzt. In ihrem Kapitel „Der Liberalismus: ein Kampf gegen die Ungleichheit vor dem Gesetz" geht Antonella Marty auf historische und aktuelle Fakten ein, um zu zeigen, dass der Liberalismus nie gegen sexuelle Freiheiten war, sondern stets ein politischer Unterstützer. Schließlich macht Aura Arbulú in ihrem Artikel „Nichts ist selbstverständlich: Gewalt und bevorstehende Straßen" auf einen weltweiten Rückschlag bei den Rechten von LGBTIQ+ Menschen aufmerksam.

MEHR ÜBER DIE MENSCHENRECHTSARBEIT DER FRIEDRICH-NAUMANN-STIFTUNG FÜR DIE FREIHEIT FINDEN SIE AUF:

humanrights.freiheit.org