EUROPA

SEX ED STUDIE

In vielen Teilen Europas ist die Sexualkunde Teil eines ideologischen Kampfes geworden. Die Angriffe gegen Sexualkundeunterricht stützen sich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern lediglich auf Meinungen und Überzeugungen. Gegner vernachlässigen die legitimen Ziele der Sexualerziehung, junge Menschen mit auf Fakten basiertem Wissen sowie Fähigkeiten und Werten auszustatten, die sie in die Lage versetzen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu achten. Junge Leute sollen die Möglichkeit zum Austausch haben, um sich Vorurteilen zu widersetzen, die ideologische und weltanschauliche Ursprünge haben und heute von populistischen politischen und religiösen Führern verbreitet werden. Sexualkunde hat eine einmalige Chance von Anti-Diskriminierungsarbeit.

Der positive Einfluss der Sexualkunde ist unbestritten. Sie ist die wirksamste Form, um Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen. Jugendliche und Kinder bekommen die Chance, sich körper-selbstbewusst zu entwickeln. Sexualkunde trägt auch dazu bei, ihr Selbstvertrauen zu stärken. Sie beugt auch den potenziellen Gefahren vor, die sich aus den technologischen Entwicklungen ergeben, wie Pornografie, Sexting und Cyberstalking. Eine sachliche Sexualkunde, die richtig durchgeführt wird, kann dauerhaft zu mehr Toleranz und Respekt führen. Trotz dieser Erkenntnisse wird das Thema Aufklärung von vielen Politikern und Politikerinnen zynisch ignoriert – mit langfristigen Folgen für Kinder und Jugendliche. Oftmals wird es als Thema in populistischen Reden instrumentalisiert und vor Wahlen gezielt hervorgeholt. Die FNF hat mit ihrem Partner „Projekt: Polska" aus Polen eine Studie über den Stand der Sexualkunde in Europa erstellt. Die Publikation ist zugleich ein kleiner Leitfaden, der durch den Sexualkundeunterricht in Europa führt. Sie hilft den Lesern und Leserinnen dabei, die größten Herausforderungen zu verstehen, mit denen die Sexualkunde konfrontiert ist. Der Leitfaden erklärt, woher die Vorurteile kommen und welche Folgen sie haben können. Sie benennt die wichtigsten Akteure, die Einfluss auf die Sexualkunde ausüben und stellt die besten und schlechtesten Praktiken vieler europäischer Länder vor. Am Ende werden die Leserinnen und Leser verstehen, dass es keine einzige Sexualkunde gibt, er wird wissen, worum es bei GOOD SEX ED geht und warum es sich lohnt, als Liberaler dafür zu werben und zu kämpfen!

MEHR ÜBER DIE MENSCHENRECHTSARBEIT DER FRIEDRICH-NAUMANN-STIFTUNG FÜR DIE FREIHEIT FINDEN SIE AUF:

humanrights.freiheit.org